Das Programm der 55. Solothurner Filmtage wurde bekanntgegeben

Ende Januar wird in Solothurn wieder das Schweizer Filmschaffen gefeiert. Während der 55. Ausgabe der Filmtage werden dabei 178 aktuelle Schweizer Filme aller Genres und Längen gezeigt.

Stefan Kurt und Ulrich Tukur in „Jagdzeit“ © Ascot Elite

178 Filme werden vom 22. bis zum 29. Januar 2020 in Solothurn zu sehen sein, doch richten wir unser Augenmerk auf die beiden Wettbewerbe «Prix de Soleure» und «Prix du Public».

Der Wettbewerb «Prix de Soleure» stellt den Menschen und gesellschaftliche Fragen rund um das Zusammenleben in den Mittelpunkt. Neben bereits in Schweizer Kinos gelaufenen Filmen präsentiert diese Sektion auch ein paar Weltpremieren. Darunter befindet sich auch der heisserwartete Thriller Jagdzeit. In dem Film von Sabine Boss (Der Goalie bin ig) spielt Stefan Kurt einen Finanzchef, der in einem erbitterten Kampf mit seinem CEO verwickelt wird und dabei alles zu verlieren droht. Offizieller Schweizer Kinostart ist am 20. Februar 2020. Ebenfalls um den Preis kämpfen Jacqueline Zünds Scheidungs-Doku Where We Belong und Mischa Hedingers African Mirror über den Reiseschriftsteller René Gardi. Diese beiden Filme laufen bereits in den Kinos. Über den besten Film entscheidet eine Jury bestehend aus Ursula Meier, Cemile Sahin und Mirko Manzoni.

Premiere Samstag den 25. Januar 2020, 19 Uhr

Frühlingsstürme                          

Operette in drei Akten (1933)

Komische Oper Berlin

Die »letzte Operette der Weimarer Republik« kehrt zurück! Das Werk des zu seiner Zeit überaus erfolgreichen jüdisch-tschechischen Komponisten Jaromír Weinberger wurde am 20. Januar 1933, knapp einen Monat nach Paul Abrahams Ball im Savoy und zehn Tage vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Berliner Admiralspalast mit Richard Tauber als japanischem Offizier Ito und Jarmila Novotná als russischer Generalswitwe Lydia Pawlowska uraufgeführt. Am 12. März 1933 fiel endgültig und unwiderruflich der Vorhang. Nun, 87 Jahre später, hebt er sich endlich wieder – für die Neuinszenierung von Barrie Kosky!

 

STAB

 MUSIKALISCHE LEITUNG Jordan de Souza

INSZENIERUNG Barrie Kosky

CHOREOGRAPHIE Otto Pichler

BÜHNENBILD UND LICHT Klaus Grünberg

BÜHNENBILDMITARBEIT Anne Kuhn

KOSTÜME Dinah Ehm

DRAMATURGIE Ulrich Lenz 

BESETZUNG

GENERAL WLADIMIR KATSCHALOW Stefan Kurt

TATJANA Alma Sadé

LYDIA PAWLOWSKA Vera-Lotte Boecker

RODERICH ZIRBITZ Dominik Köninger

ITO Tansel Akzeybek

GROSSFÜRST MICHAILOWITSC Luca Schaub

SHIBATO UND HOTELDIREKTOR Arne Gottschling

KAWA-KAMI UND PETER Yannik Heckmann

OBERST BALTISCHEW Tino Lindenberg

RITTMEISTER STROTZKY Sascha Goepel

 

Libretto von Gustav Beer Rekonstruiert und neu arrangiert von Norbert Biermann

 

TÄNZERINNEN Alessandra Bizzarri, Claudia Greco, Marika Gangemi, Martina Borroni, Azzurra Adinolfi, Jaslyn Reader, Lauren Mayer, Sophie Merrison, Meri Ahmaniemi, Tara Randell, Livia Delgado, Sarah Stanley, Sara Pamploni

 

ES SPIELT DAS ORCHESTER DER KOMISCHEN OPER BERLIN

     

                                                                                                                                                                                                                                                                                               

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Trailer

 

Filmkritik „Ich war noch niemals in New York“: Ein grandioses Narrenschiff

Auf diesem Dampfer ist echt was los: „Ich war noch niemals in New York“ legt am 17. Oktober ab und wir haben das Filmmusical schon gesehen. Wir sind begeistert.

Die Geschichte: Maria Wartberg (Nationalheilige Katharina Thalbach, 65, „Alfons Zitterbacke“, „Du bist nicht allein“) hat eine sehr undankbare Tochter. Lisa (Heike Makatsch, 48, „Hilde“, „Tatsächlich Liebe“) hat nur Zeit für die Arbeit, bei ihrer Mutter meldet sie sich ungern. Lisa hat Geburtstag und selbst beim gesungenen Glückwunsch am Telefon ist ihr die Mutter peinlich. Als Maria bei sich einen hässlichen Haushaltsunfall hinlegt und sich nur noch daran erinnern kann, wenigstens noch einmal nach New York zu wollen, ändert sie nicht nur ihr eigenes Leben. Der Film nach dem gleichnamigen Musical von 2007 nimmt schnell Fahrt auf.

Ein köstliches Narrenschiff

Die Crew, die Gäste – die nehmen sich alle nichts in Sachen Durchgeknalltheit. Allen voran der Kapitän (Theaterstar Stefan Kurt, 59, „Die Dreigroschenoper“, „Lovely Louis“), der gleich mal klarmacht, auf was für einen Spaßdampfer alle gelandet sind. Lisa muss in die Putzkolonne und trifft beim Kabinen reinigen auf den unsympathischen Witwer Axel (ganz rührend und wunderbar: Moritz Bleibtreu, 48 „Stereo“, „Im Juli“), der mit seinem Sohn und der Asche der Verstorbenen nach Ne York City reist.

Beste Unterhaltung, kurzweilig und mit Tiefgang

Die Verwirrungen und Irrungen an und unter Deck spulen sich hübsch verquirlt ab und am Ende ist dann doch alles goldrichtig.

Fazit: „Ich war noch niemals in New York“ ist ein herrlich schräges Filmmusical mit den unverwüstlichen Liedern von Udo Jürgens (1934 – 2014). Die gut zwei Stunden sind äußerst kurzweilig. Die Balance zwischen bunter Unterhaltung und Tiefgang ist hervorragend gelungen – so wie die Songs von Udo Jürgens eben sind. (Kinotante Katrin)

Filmkritik

Filmkritik „Ich war noch niemals in New York“: Ein grandioses Narrenschiff

BESETZUNG:

Lisa: Heike Makatsch
Axel: Moritz Bleibtreu
Maria: Katharina Thalbach
Otto: Uwe Ochsenknecht
Fred: Michael Ostrowski
Costa: Pasquale Aleardi
Florian: Marlon Schramm
James: Mat Schuh
Edita: Andreja Schneider
Kapitän: Stefan Kurt 

 

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Die Jury der hr2-Hörbuchbestenliste hat gewählt!

„Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres 2019“ wurde „Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby“ von Lois Lowry.

„Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby“ von Lois Lowry,  erschienen beim Hörcompany Verlag.

Im Kinderhörbuch des Jahres 2019 – „Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby“ von Lois Lowry – ist nichts so, wie man es erwartet: Vater und Mutter Willoughby können ihre vier Kinder nicht besonders gut leiden, und auch ein Findelkind behandeln sie richtig mies. Schon beginnt die schwarze Pädagogik der Eltern auf die Sprösslinge abzufärben. Doch dann entscheiden sich die Eltern, zu zweit eine gefährliche Reise anzutreten. Ein Kindermädchen, rasch engagiert, übernimmt zu Hause das Regiment und entpuppt sich als Glücksfall. Was Eltern und Kinder jeweils erleben, wird nach Meinung der Jury „wunderbar charmant und mit viel Ironie“ erzählt. Und so viel sei verraten: Diese abenteuerliche Geschichte geht doch noch gut aus. Zumindest für die meisten …

Stefan Kurt zeige eine hohe Kunstfertigkeit bei der Ausarbeitung der einzelnen Charaktere. Sein hörbares Vergnügen am Text übertrage sich auf kleine und große Zuhörer. Das sei Schwarzer Humor vom Feinsten, perfekt umgesetzt – davon ist die Jury überzeugt.

 

 

 

Trailer

 

Antonia war im stalinistischen Lager in Workuta. Darf aber nicht darüber reden. In der DDR geht die „Freundschaft“ zur Sowjetunion vor. Ein emotional aufwühlendes Stück Zeitgeschichte.

Mit Alexandra Maria Lara, Stefan Kurt, Karoline Eichhorn, Robert Stadlober, Barbara Schnitzler, Peter Kurth, Hark Bohm

Antonia Berger war im berüchtigten stalinistischen Lager von Workuta, obwohl sie als überzeugte Kommunistin nur vor den Nazis geflohen war. 1952 kommt sie in einem Kompromissverfahren mit der DDR frei. Ihren Mann hatten die Sowjets einfach erschossen und ihr vor die Füße geworfen. Nun wird sie von der deutschen sozialistischen Kreisleitung in allen Ehren empfangen. Man kümmert sich um ihre schwerkranke Tochter. Sie bekommt eine schöne Wohnung, Job und Anerkennung. Doch sie muss eine Schweigevereinbarung über die Vorgänge in der Sowjetunion unterschreiben. Dadurch wird ihr schönes neues Leben, zu dem auch eine Liebesbeziehung zu einem Kinderarzt gehört, vergiftet. Verbrecherisches Verhalten der großen Mutter Sowjetunion? Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Sonst würde das die junge sozialistische deutsche Republik ins Wanken bringen. Aufwühlend porträtiert dieser Film das Schicksal jener, die zum Opfer ihrer eigenen Loyalität wurden und deshalb das Unrecht nicht einmal formulieren durften.  (JS/MK)

Starttermin 5. September 2019 (1 Std. 48 Min.)
Genres DramaHistorie
Produktionsland Deutschland