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Trailer

 

Filmkritik „Ich war noch niemals in New York“: Ein grandioses Narrenschiff

Auf diesem Dampfer ist echt was los: „Ich war noch niemals in New York“ legt am 17. Oktober ab und wir haben das Filmmusical schon gesehen. Wir sind begeistert.

Die Geschichte: Maria Wartberg (Nationalheilige Katharina Thalbach, 65, „Alfons Zitterbacke“, „Du bist nicht allein“) hat eine sehr undankbare Tochter. Lisa (Heike Makatsch, 48, „Hilde“, „Tatsächlich Liebe“) hat nur Zeit für die Arbeit, bei ihrer Mutter meldet sie sich ungern. Lisa hat Geburtstag und selbst beim gesungenen Glückwunsch am Telefon ist ihr die Mutter peinlich. Als Maria bei sich einen hässlichen Haushaltsunfall hinlegt und sich nur noch daran erinnern kann, wenigstens noch einmal nach New York zu wollen, ändert sie nicht nur ihr eigenes Leben. Der Film nach dem gleichnamigen Musical von 2007 nimmt schnell Fahrt auf.

Ein köstliches Narrenschiff

Die Crew, die Gäste – die nehmen sich alle nichts in Sachen Durchgeknalltheit. Allen voran der Kapitän (Theaterstar Stefan Kurt, 59, „Die Dreigroschenoper“, „Lovely Louis“), der gleich mal klarmacht, auf was für einen Spaßdampfer alle gelandet sind. Lisa muss in die Putzkolonne und trifft beim Kabinen reinigen auf den unsympathischen Witwer Axel (ganz rührend und wunderbar: Moritz Bleibtreu, 48 „Stereo“, „Im Juli“), der mit seinem Sohn und der Asche der Verstorbenen nach Ne York City reist.

Beste Unterhaltung, kurzweilig und mit Tiefgang

Die Verwirrungen und Irrungen an und unter Deck spulen sich hübsch verquirlt ab und am Ende ist dann doch alles goldrichtig.

Fazit: „Ich war noch niemals in New York“ ist ein herrlich schräges Filmmusical mit den unverwüstlichen Liedern von Udo Jürgens (1934 – 2014). Die gut zwei Stunden sind äußerst kurzweilig. Die Balance zwischen bunter Unterhaltung und Tiefgang ist hervorragend gelungen – so wie die Songs von Udo Jürgens eben sind. (Kinotante Katrin)

Filmkritik

Filmkritik „Ich war noch niemals in New York“: Ein grandioses Narrenschiff

BESETZUNG:

Lisa: Heike Makatsch
Axel: Moritz Bleibtreu
Maria: Katharina Thalbach
Otto: Uwe Ochsenknecht
Fred: Michael Ostrowski
Costa: Pasquale Aleardi
Florian: Marlon Schramm
James: Mat Schuh
Edita: Andreja Schneider
Kapitän: Stefan Kurt 

 

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Die Jury der hr2-Hörbuchbestenliste hat gewählt!

„Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres 2019“ wurde „Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby“ von Lois Lowry.

„Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby“ von Lois Lowry,  erschienen beim Hörcompany Verlag.

Im Kinderhörbuch des Jahres 2019 – „Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby“ von Lois Lowry – ist nichts so, wie man es erwartet: Vater und Mutter Willoughby können ihre vier Kinder nicht besonders gut leiden, und auch ein Findelkind behandeln sie richtig mies. Schon beginnt die schwarze Pädagogik der Eltern auf die Sprösslinge abzufärben. Doch dann entscheiden sich die Eltern, zu zweit eine gefährliche Reise anzutreten. Ein Kindermädchen, rasch engagiert, übernimmt zu Hause das Regiment und entpuppt sich als Glücksfall. Was Eltern und Kinder jeweils erleben, wird nach Meinung der Jury „wunderbar charmant und mit viel Ironie“ erzählt. Und so viel sei verraten: Diese abenteuerliche Geschichte geht doch noch gut aus. Zumindest für die meisten …

Stefan Kurt zeige eine hohe Kunstfertigkeit bei der Ausarbeitung der einzelnen Charaktere. Sein hörbares Vergnügen am Text übertrage sich auf kleine und große Zuhörer. Das sei Schwarzer Humor vom Feinsten, perfekt umgesetzt – davon ist die Jury überzeugt.

 

 

 

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Antonia war im stalinistischen Lager in Workuta. Darf aber nicht darüber reden. In der DDR geht die „Freundschaft“ zur Sowjetunion vor. Ein emotional aufwühlendes Stück Zeitgeschichte.

Mit Alexandra Maria Lara, Stefan Kurt, Karoline Eichhorn, Robert Stadlober, Barbara Schnitzler, Peter Kurth, Hark Bohm

Antonia Berger war im berüchtigten stalinistischen Lager von Workuta, obwohl sie als überzeugte Kommunistin nur vor den Nazis geflohen war. 1952 kommt sie in einem Kompromissverfahren mit der DDR frei. Ihren Mann hatten die Sowjets einfach erschossen und ihr vor die Füße geworfen. Nun wird sie von der deutschen sozialistischen Kreisleitung in allen Ehren empfangen. Man kümmert sich um ihre schwerkranke Tochter. Sie bekommt eine schöne Wohnung, Job und Anerkennung. Doch sie muss eine Schweigevereinbarung über die Vorgänge in der Sowjetunion unterschreiben. Dadurch wird ihr schönes neues Leben, zu dem auch eine Liebesbeziehung zu einem Kinderarzt gehört, vergiftet. Verbrecherisches Verhalten der großen Mutter Sowjetunion? Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Sonst würde das die junge sozialistische deutsche Republik ins Wanken bringen. Aufwühlend porträtiert dieser Film das Schicksal jener, die zum Opfer ihrer eigenen Loyalität wurden und deshalb das Unrecht nicht einmal formulieren durften.  (JS/MK)

Starttermin 5. September 2019 (1 Std. 48 Min.)
Genres DramaHistorie
Produktionsland Deutschland